Warum ich Profit First Professional geworden bin

Susanne Just – Financial Business Coach

Wie Profit First mich gefunden hat und warum ich ein Profit First Professional geworden bin

Ich glaube, es war im Jahr 2017, als ich das erste Mal in einem Unternehmerinnen-Netzwerk von Profit First gehört habe. Ein Blick von mir auf das Buchcover – und ich habe die Lektüre sofort verworfen. Dort stand (und steht auch heute noch) „Ein einfaches System, jedwedes Unternehmen von einem kapitalfressenden Monster in eine Geldmaschine zu verwandeln.“ Wow. Krass. Was für eine Ansage. Auf wessen Kosten und auf wessen Rücken, dachte ich? Das Wort „Profit“ war für mich ganz klar mit Gewinn auf Kosten anderer verknüpft.

Der Start für mein gesundes Unternehmen

Auf einem Frühstückstreffen des Unternehmerinnen-Netzwerks im Frühjahr 2018 kam das Gespräch erneut auf Profit First. Neben mir saß eine begeisterte Anwenderin, die mir von ihren Erfahrungen berichtete. Ich quetschte sie regelrecht mit meinen Fragen aus. Okay, dachte ich, ich gebe dem Buch eine zweite Chance, denn das Äußere trügt ja zuweilen auch, oder? Gesagt, getan – ich begann zu lesen.

Was passierte nach der Lektüre des Buches?

Kaum hatte ich das Buch zu Ende gelesen, eröffnete ich all die notwendigen Bankkonten und begann das System umzusetzen und zu leben. Ich spürte, wie sich für mich Woche für Woche mehr und mehr Klarheit darüber einstellte, wie sich das Geld in meiner Kanzlei bewegte. Ich unterzog meine Kosten einem sehr kritischen Blick, allem voran die Kosten für Fachliteratur. Wir Steuerberater lieben Fachliteratur! Stück für Stück mistete ich aus; Kosten, die in der Form nicht mehr notwendig waren, Kosten für Produkte oder Services, die man bei einem anderen Anbieter für einen passenderen Preis bekam. Und es gab einige Positionen, die auf eine Beobachtungsliste kamen, weil ich mich noch nicht sofort entscheiden wollte bzw. konnte, ob ich mich von ihnen trenne oder nicht.

Doch was ist Profit First eigentlich?

Profit First ist ein auf mehreren Bankkonten basierendes cash-management-System, das Unternehmen dabei hilft, die hereinkommende Liquidität so aufzuteilen, dass Gewinn kreiert wird, Rücklagen für die zu erwartenden Steuerzahlungen gebildet werden und dem Inhaber ein angemessenes Gehalt ausgezahlt werden kann. Für die Betriebsausgaben ergibt sich natürlicherweise ein Budget. Wir alle kennen die althergebrachte Formel zur Ermittlung des Gewinns:

Diese Formel hat jedoch einen ganz entscheidenden Fehler. Sie stellt den Gewinn an letzte Stelle. Der Gewinn ist etwas, was übrig bleibt, wenn alle Ausgaben bezahlt sind. Aber in wie vielen Fällen bleibt wirklich ein Gewinn übrig? Was schätzt du? Ich behaupte, in viel zu wenigen Fällen.

Wie wäre es, wenn wir diese Formel aus einer anderen Perspektive betrachten würden? Wie wäre es, wenn der Gewinn Priorität bekäme? Profit First – Gewinn zuerst!

Lass‘ die Formel gern mal auf dich wirken und argumentiere jetzt nicht gleich damit, dass ich dich an der Nase herumführen will, weil es doch im Endeffekt das gleiche Ergebnis ist. Nein, ist es nicht! Rechnerisch vielleicht ja, aber unternehmerisch nicht. Warum das so ist, dazu schreibe ich mal einen eigenen Blogbeitrag.

Ich wollte mehr

Je länger ich in meinen eigenen Kanzleifinanzen mit Profit First arbeitete, umso größer wurde mein Wunsch, dass auch meine Mandanten genau dieses Gefühl von Klarheit und bewusstem Umgang mit den Finanzen in ihrem Unternehmerdasein erleben sollten. Oft erlebte ich, dass eben keine Rücklagen für Steuerzahlungen oder regelmäßig wiederkehrende Ausgaben gebildet wurden, von der Auszahlung eines regelmäßigen und vor allem angemessenen (!) Unternehmergehaltes ganz zu schweigen. So kam es, dass ich Kontakt zu meiner sehr geschätzten Kollegin und späteren Ausbilderin Benita Königbauer aufnahm und mich relativ schnell in einer Videokonferenz mit dem Co-Founder der Profit First Professionals in den Vereinigten Staaten wiederfand. Mein seit über 25 Jahren brachliegender Englisch-Wortschatz wurde mehr als herausgefordert, aber irgendwie ging es. 40 Minuten Videokonferenz und ich brauchte erst einmal eine Stunde Schlaf. Die Englisch-Herausforderung war doch immens 😀. Ein paar Monate später wurde ich dann endlich Teil der weltweiten Profit First Professionals-Community, in der aktuell ca. 475 Buchhalter, Steuerberater und Coaches aus der ganzen Welt aktiv sind. Inzwischen sind die Schubladen für die englische Sprache in meinem Gehirn wieder gut geölt und ich genieße es, Bücher in englischer Sprache zu lesen oder Podcasts und Webinare in Englisch zu hören.

Ich als Profit First Professional

Für mich ist Profit First nicht nur eine Ergänzung meiner Arbeit als Steuerberaterin, sondern es ist ein Vielfaches mehr. Ich kann Unternehmen jeglicher Größe dabei helfen, eine gesunde Finanzstruktur zu schaffen, ohne dass sie von Bankdarlehen abhängig sind. Ich kann ihnen dabei helfen, ganz leicht Steuerrücklagen zu bilden, damit der eingehende Steuerbescheid keinen Schock auslöst, woher das Geld für die anstehende Steuerzahlung wohl kommen soll. Für die Unternehmerin bzw. den Unternehmer erreichen wir eine monatliche Zahlung eines angemessenen Gehalts. Die Unternehmen erreichen ihre (finanziellen) Ziele und bereiten Investitionen oder Unternehmenserweiterungen so vor, dass ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen und sie gesund wachsen können. Ich bin die Sparringspartnerin an der Seite der Unternehmerinnen und Unternehmer, die dafür sorgt, dass das Unternehmen nicht vom Kurs abkommt. So wie ein Personaltrainer seinen Kunden beim Erreichen seiner gesundheitlichen Ziele unterstützt, so unterstütze ich meine Kunden dabei, ein gesundes Unternehmen zu führen, das Gewinn macht. Nur so kann es auf Dauer den Unternehmer (und dessen Familie) gut versorgen. Gleichzeitig entsteht ein stabiles Fundament für die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und den Vertragspartnern.

Mein Rat für dich

Wenn auch du dich bisher von dem Buchcover hast abschrecken lassen, kommt hier mein Rat für dich: trau dich das Buch zu öffnen; trau dich, es zu lesen. Es wird deine Einstellung zu deinem Unternehmen und deinen Finanzen immens verändern – hin zum Positiven, so viel sei dir versprochen. Wenn du dir noch nicht ganz klar darüber bist, ob du dir das Buch wirklich, wirklich kaufen solltest oder es vielleicht auch noch gar nicht kennst, habe ich dir unter diesem Beitrag einige Gratiskapitel der deutschen und englischen Ausgabe verlinkt, je nachdem, welche Sprache du bevorzugst. Wer weiß, vielleicht bist auch du bald ein Profit Firstler? Ich wünsche es mir – für dich und dein Unternehmen.

Bleib neugierig und achte gut auf dich und deine Mitmenschen!

Alles Liebe
Susanne

PS: Wenn dir der Beitrag gefallen hat, du Anregungen oder auch Kritik 😉 hast, schreib mir. Ich freue mich auf deine Nachricht.

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Profit First – ein Gratiskapitel zur Verfügung gestellt von Susanne Just / Profit First Professional
Profit First – ein englisches Gratiskapitel zur Verfügung gestellt von Susanne Just / Profit First Professional
Susanne Just / Profit First Professional

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Hallo und willkommen …

Susanne Just – Financial Business Coach

Hallo und herzlich Willkommen!

Da ist er nun – mein Blog. Lange stand er auf meiner to-do-Liste und wartete geduldig auf seine Zeit. Nun ist die Zeit reif und er darf das Licht der (neuen) Welt erblicken!

Wer schreibt hier eigentlich?

Ich bin Susanne, Mittvierzigerin, feinfühlige Zahlenliebhaberin, Geldbeschützerin, Impulsgeberin, geduldige Zuhörerin und Katzenpersonal. Als Financial Business Coach (Profit First Professional) & Steuerfachfrau unterstütze ich Menschen dabei, ein gesundes Unternehmen aufzubauen und mit ihren Finanzen und dem Finanzamt Frieden zu schließen. Eine weitere Liebe gilt dem Yoga und der Meditation. Als ausgebildete Yogalehrerin habe ich viele Jahre unterrichtet und Menschen dabei geholfen, zu ihrem Körper und zu sich (zurück) zu finden.

Die aktuelle Situation

Die aktuelle Situation in Deutschland und in der Welt fordert jeden von uns heraus. Ein kleines, unsichtbares Etwas hat uns fest im Griff. Es lässt Terminbuchungen aus unseren Kalendern verschwinden, schafft es, dass immer weniger Menschen in unsere Praxis und Geschäfte kommen, unsere Kurse und Seminare müssen abgesagt werden. Grenzen werden geschlossen und Ausgangssperren verhängt. Die Normalität, die wir bisher kannten, ist nicht mehr da. Was wird kommen? Ich weiß es nicht. Du weißt es nicht. Keiner weiß es. Wir alle schauen in gewisser Weise in einen Nebel und der macht vielen von uns Angst. Angst vor der Ungewissheit.

Zuversicht

Zuversicht ist aber ein viel besserer Ratgeber als Angst. Zuversicht? In dieser Zeit? Ja, unbedingt! Ich spüre sie – ganz besonders in den Momenten, in denen ich mich nur darauf konzentriere, zu atmen – ein und aus, ein und aus. In diesen Momenten gibt es nichts weiter zu tun, nur einatmen und ausatmen, einatmen und ausatmen. Der durch das aufgeregte Außen auch in mir tobende Sturm wird ruhig(er) und ich bin wieder in der Lage, klare Gedanken zu fassen. Ja, es wird weitergehen, nur anders. Viele Menschen entwickeln eine ganz wunderbare Kreativität, um all die Offline-Angebote in die Online-Welt zu bringen. Plötzlich wird es möglich, überregional zu agieren. Genial, oder?

Ein erster Impuls

Doch was kannst du tun, wenn du jetzt vor so großen Herausforderungen stehst, die dir unüberwindbar erscheinen? Hier ein erster Impuls:

1. Atmen

Atmen, erst einmal einfach nur atmen. So banal es auch klingt. Ein bewusster Atem lässt dich innerlich wieder ruhiger werden.

Setz‘ dich aufrecht hin oder leg‘ dich bequem auf den Boden oder eine andere Unterlage, die dir genügend Raum um dich drumherum lässt. Deine Hände platzierst du am besten auf deinem Unterbauch.

Wenn wir gestresst sind, wird unsere Atmung flach. Durch die auf deinem Bauch liegenden Hände hilfst du deinem Körper, sein Atemvolumen vollends auszuschöpfen. Auf diese Weise entspannst du nicht nur deine gesamte Atemmuskulatur und deinen Bauchraum, sondern du hilfst deinem Körper dabei, jede einzelne Zelle mit lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen. Und ganz nebenbei beruhigst du dein Nervensystem, so dass du aus deinen Gedankenschleifen herauskommst und mit einem klaren Kopf an all die Aufgaben gehen kannst, die jetzt anstehen.

Mache diese Übung jederzeit, wenn du das Bedürfnis danach hast und dann gerne für (mindestens) fünf Minuten.

2. Überblick verschaffen

Jetzt gehen wir mit einem klaren Kopf an deine Finanzen (nimm dir am besten noch eine Tasse Tee, Kaffee oder Kakao dazu, je nachdem, was du magst).

Verschaffe dir einen Überblick über all deine Geldreserven. Schau nach jedem Bankkonto, jedem Sparschwein und jedem Bargeld. Zähle es und notiere dir die Zahl. Falls du Rücklagen für Steuerzahlungen angelegt hast, lässt du diese bitte unbedingt bei dieser Berechnung außen vor!

Dann stellst du deine monatlichen festen Kosten zusammen wie z. B. Miete, Rate für’s Haus und / oder Auto, Telefon, Lebensmittel und so weiter. Vergleiche diese Zahl mit deinen finanziellen Rücklagen und natürlich mit Einnahmen, die jetzt auf jeden Fall bei dir eingehen werden. Und? Wie lange kommst du mit deinen Rücklagen über die Runden?

Falls es eng ist oder wird, unterziehe deine Kosten einem sehr, sehr kritischen Blick. Was ist zwingend notwendig? Was kann reduziert, pausiert oder gar gekündigt werden? Traue dich auf jeden Fall, deinen Vermieter, die Bank, das Finanzamt oder Versicherungen anzusprechen, ob Beträge reduziert oder ausgesetzt werden können. Das verschafft dir in finanzieller Hinsicht Luft.

Ich wünsche mir, dass auch du die Zuversicht wieder spüren kannst. Werde und sei kreativ. Wir alle sind gefordert, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und neue Wege zu gehen. In der nächsten Zeit werde ich weitere kleine Impulse für dich zusammenstellen. Ich freue mich, wenn du mal wieder vorbeischaust.

Bis dahin achte gut auf dich und deine Mitmenschen!

Alles Liebe

Susanne

 

 

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